Hintergrund

Challenge Tag 31

Welche Rolle Transparenz spielt

Ver­trau­en ent­steht sel­ten durch Ver­spre­chen. Men­schen ent­wi­ckeln Ver­trau­en vor allem dann, wenn Ent­schei­dun­gen nach­voll­zieh­bar sind und Zusam­men­hän­ge ver­stan­den wer­den kön­nen.

Gera­de in digi­ta­len Gemein­schaf­ten gewinnt Trans­pa­renz des­halb eine beson­de­re Bedeu­tung.

Mit­glie­der möch­ten wis­sen:

  • wel­che Zie­le ver­folgt wer­den
  • wie Ent­schei­dun­gen ent­ste­hen
  • wel­che Regeln gel­ten
  • wel­che Auf­ga­ben über­nom­men wer­den
  • wie gemein­sa­me Res­sour­cen ein­ge­setzt wer­den

Feh­len die­se Infor­ma­tio­nen, ent­ste­hen Unsi­cher­heit und Miss­ver­ständ­nis­se. Betei­li­gung nimmt ab und die Iden­ti­fi­ka­ti­on mit der Gemein­schaft wird schwä­cher.

Trans­pa­renz schafft dage­gen Ori­en­tie­rung.

Men­schen kön­nen Ent­wick­lun­gen bes­ser ein­schät­zen und Zusam­men­hän­ge leich­ter ver­ste­hen. Ent­schei­dun­gen wer­den nach­voll­zieh­bar und die Bereit­schaft zur Mit­ar­beit wächst.

Die Ent­wick­lung künst­li­cher Intel­li­genz ver­stärkt die Bedeu­tung von Trans­pa­renz zusätz­lich.

Je stär­ker tech­ni­sche Sys­te­me in Arbeits­ab­läu­fe ein­ge­bun­den wer­den, des­to wich­ti­ger wird die Fra­ge nach ihrer Funk­ti­ons­wei­se und nach den Grund­la­gen ihrer Ent­schei­dun­gen.

Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se:

  • die Her­kunft von Infor­ma­tio­nen
  • die ver­wen­de­ten Daten­quel­len
  • die Gren­zen auto­ma­ti­sier­ter Sys­te­me
  • die Ver­ant­wort­lich­kei­ten für Ent­schei­dun­gen
  • die Mög­lich­kei­ten mensch­li­cher Ein­fluss­nah­me

Das Solidara.net möch­te des­halb auf nach­voll­zieh­ba­re Pro­zes­se und offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on set­zen.

Die gemein­schaft­li­che Infra­struk­tur der Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD bil­det dabei die tech­ni­sche Grund­la­ge. Die eigent­li­che Stär­ke einer Gemein­schaft ent­steht jedoch durch die Men­schen, die Infor­ma­tio­nen tei­len, Ver­ant­wor­tung über­neh­men und Ent­wick­lun­gen aktiv beglei­ten.

Trans­pa­renz bedeu­tet dabei nicht, jede Infor­ma­ti­on jeder­zeit öffent­lich zugäng­lich zu machen.

Ver­trau­lich­keit und Daten­schutz blei­ben wich­ti­ge Bestand­tei­le jeder ver­ant­wor­tungs­vol­len Zusam­men­ar­beit.

Ent­schei­dend ist viel­mehr die Mög­lich­keit, rele­van­te Zusam­men­hän­ge zu ver­ste­hen und Ent­schei­dun­gen nach­voll­zie­hen zu kön­nen.

Die kom­men­den Jah­re wer­den ver­mut­lich zei­gen, dass Trans­pa­renz zu den wich­tigs­ten Vor­aus­set­zun­gen erfolg­rei­cher digi­ta­ler Gemein­schaf­ten gehört.

Men­schen betei­li­gen sich bevor­zugt dort, wo sie Ent­wick­lun­gen ver­ste­hen und Ver­trau­en in die zugrun­de lie­gen­den Pro­zes­se ent­wi­ckeln kön­nen.

In der nächs­ten Lek­ti­on beschäf­ti­gen wir uns mit der Bedeu­tung gemein­sa­mer Stan­dards und mit der Fra­ge, war­um sie die Grund­la­ge für Zusam­men­ar­beit und Wachs­tum bil­den.