Hintergrund

Challenge Tag 54

Warum digitale Selbstbestimmung wichtiger wird

Digi­ta­le Werk­zeu­ge beglei­ten heu­te nahe­zu alle Berei­che des wirt­schaft­li­chen und pri­va­ten Lebens. Kom­mu­ni­ka­ti­on, Daten­ver­wal­tung, Wis­sens­ma­nage­ment und Geschäfts­pro­zes­se basie­ren zuneh­mend auf digi­ta­len Platt­for­men und Cloud Diens­ten.

Mit die­ser Ent­wick­lung ent­steht eine neue Fra­ge­stel­lung.

Wer kon­trol­liert die ein­ge­setz­ten Werk­zeu­ge, die gespei­cher­ten Infor­ma­tio­nen und die Regeln ihrer Nut­zung?

Digi­ta­le Selbst­be­stim­mung beschreibt die Fähig­keit von Men­schen, Unter­neh­men und Gemein­schaf­ten, über die Nut­zung ihrer Daten und ihrer digi­ta­len Arbeits­um­ge­bun­gen selbst ent­schei­den zu kön­nen.

Dabei geht es um meh­re­re Aspek­te:

  • Kon­trol­le über eige­ne Daten
  • Trans­pa­renz bei der Nut­zung von Infor­ma­tio­nen
  • Wahl­frei­heit bei digi­ta­len Werk­zeu­gen
  • nach­voll­zieh­ba­re tech­ni­sche Pro­zes­se
  • Unab­hän­gig­keit von ein­zel­nen Platt­for­men
  • lang­fris­ti­ge Ver­füg­bar­keit wich­ti­ger Infor­ma­tio­nen

Die Bedeu­tung die­ser Fra­gen wächst mit der Ent­wick­lung künst­li­cher Intel­li­genz wei­ter an.

Daten bil­den die Grund­la­ge moder­ner KI Sys­te­me. Ent­schei­dun­gen über ihre Nut­zung und ihre Ver­ar­bei­tung gewin­nen dadurch eine wirt­schaft­li­che und gesell­schaft­li­che Bedeu­tung, die weit über tech­ni­sche Fra­ge­stel­lun­gen hin­aus­geht.

Euro­pa beschäf­tigt sich bereits inten­siv mit die­sen The­men.

Daten­schutz, Trans­pa­renz und digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät gehö­ren zu den Grund­prin­zi­pi­en vie­ler euro­päi­scher Regel­wer­ke und wer­den in den kom­men­den Jah­ren wei­ter an Bedeu­tung gewin­nen.

Das Solidara.net ori­en­tiert sich bewusst an die­sen Grund­sät­zen.

Die gemein­schaft­lich nutz­ba­re Infra­struk­tur der Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD soll Mit­glie­dern moder­ne digi­ta­le Werk­zeu­ge bereit­stel­len und gleich­zei­tig größt­mög­li­che Trans­pa­renz und Kon­trol­le über die Nut­zung gemein­sa­mer Res­sour­cen ermög­li­chen.

Wer­ner Noske und Part­ner brin­gen ihre Erfah­run­gen aus Digi­ta­li­sie­rung und Busi­ness Auto­ma­ti­on in die Ent­wick­lung die­ser Kon­zep­te ein.

Digi­ta­le Selbst­be­stim­mung bedeu­tet dabei nicht Abschot­tung oder Iso­la­ti­on.

Inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit bleibt auch künf­tig ein wich­ti­ger Bestand­teil wirt­schaft­li­cher Ent­wick­lung.

Ent­schei­dend ist viel­mehr die Fähig­keit, über die eige­nen digi­ta­len Grund­la­gen bewusst ent­schei­den zu kön­nen und Abhän­gig­kei­ten zu erken­nen und zu bewer­ten.

Die kom­men­den Jah­re wer­den ver­mut­lich zei­gen, dass digi­ta­le Selbst­be­stim­mung zu einer wich­ti­gen Vor­aus­set­zung wirt­schaft­li­cher Sta­bi­li­tät und tech­no­lo­gi­scher Hand­lungs­fä­hig­keit wird.

Gemein­schaf­ten, die ihre digi­ta­le Zukunft aktiv gestal­ten möch­ten, wer­den die­sem The­ma zuneh­mend Auf­merk­sam­keit schen­ken.

In der nächs­ten Lek­ti­on beschäf­ti­gen wir uns mit der Ein­la­dung zur akti­ven Mit­ge­stal­tung und mit der Fra­ge, wel­che Rol­le jedes ein­zel­ne Mit­glied inner­halb einer sol­chen Gemein­schaft über­neh­men kann.