Hintergrund

Challenge Tag 27

Menschliche Erfahrung und maschinelle Unterstützung

Die Ent­wick­lung künst­li­cher Intel­li­genz führt häu­fig zu einer grund­le­gen­den Fra­ge.

Wel­che Auf­ga­ben wer­den künf­tig von tech­ni­schen Sys­te­men über­nom­men und wel­che Bedeu­tung bleibt mensch­li­cher Erfah­rung?

Die Ant­wort zeigt sich bereits heu­te in vie­len Unter­neh­men.

Maschi­nen ver­ar­bei­ten Infor­ma­tio­nen schnel­ler als Men­schen. Sie erken­nen Mus­ter in gro­ßen Daten­men­gen und kön­nen inner­halb weni­ger Sekun­den Auf­ga­ben erle­di­gen, die frü­her Stun­den oder Tage in Anspruch genom­men haben.

Men­schen ver­fü­gen dage­gen über Fähig­kei­ten, die auf Erfah­run­gen, Bezie­hun­gen und Ver­ant­wor­tung beru­hen.

Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se:

  • die Ein­schät­zung kom­ple­xer Situa­tio­nen
  • die Bewer­tung von Risi­ken
  • das Ver­ständ­nis mensch­li­cher Bedürf­nis­se
  • die Ent­wick­lung neu­er Ideen
  • die Über­nah­me von Ver­ant­wor­tung
  • der Auf­bau von Ver­trau­en

Die­se Fähig­kei­ten gewin­nen mit zuneh­men­der Auto­ma­ti­sie­rung sogar an Bedeu­tung.

Je mehr Rou­ti­ne­tä­tig­kei­ten durch tech­ni­sche Sys­te­me unter­stützt wer­den, des­to wert­vol­ler wer­den mensch­li­che Eigen­schaf­ten wie Erfah­rung, Krea­ti­vi­tät und Urteils­ver­mö­gen.

Die Zukunft wird des­halb ver­mut­lich nicht von einem Wett­be­werb zwi­schen Mensch und Maschi­ne geprägt sein.

Erfolg­rei­che Orga­ni­sa­tio­nen wer­den viel­mehr ler­nen, die jewei­li­gen Stär­ken sinn­voll mit­ein­an­der zu ver­bin­den.

Tech­ni­sche Sys­te­me eig­nen sich beson­ders gut für:

  • die Ver­ar­bei­tung gro­ßer Infor­ma­ti­ons­men­gen
  • die Ana­ly­se von Daten
  • die Unter­stüt­zung wie­der­keh­ren­der Abläu­fe
  • die Vor­be­rei­tung von Ent­schei­dun­gen
  • die Orga­ni­sa­ti­on von Wis­sen

Men­schen über­neh­men wei­ter­hin Auf­ga­ben wie:

  • stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen
  • per­sön­li­che Bera­tung
  • Ver­hand­lun­gen
  • krea­ti­ve Ent­wick­lun­gen
  • die Füh­rung von Teams
  • den Auf­bau lang­fris­ti­ger Bezie­hun­gen

Das Solidara.net ver­folgt genau die­sen Ansatz.

Die gemein­schaft­li­che Infra­struk­tur der Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD soll moder­ne tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten bereit­stel­len und gleich­zei­tig die Men­schen in den Mit­tel­punkt stel­len, die die­se Werk­zeu­ge sinn­voll ein­set­zen.

Tech­no­lo­gie dient dabei als Unter­stüt­zung.

Die eigent­li­che Wert­schöp­fung ent­steht wei­ter­hin durch die Erfah­run­gen, Ideen und Ent­schei­dun­gen der Mit­glie­der.

Die kom­men­den Jah­re wer­den ver­mut­lich zei­gen, dass Unter­neh­men mit der bes­ten Tech­nik nicht auto­ma­tisch die erfolg­reichs­ten Unter­neh­men sein wer­den.

Erfolg­reich wer­den die­je­ni­gen Orga­ni­sa­tio­nen sein, die mensch­li­che Erfah­rung und tech­ni­sche Unter­stüt­zung zu einer pro­duk­ti­ven Zusam­men­ar­beit ver­bin­den kön­nen.

Mit der nächs­ten Lek­ti­on beginnt die fünf­te Woche. Dort beschäf­ti­gen wir uns mit der Fra­ge, wie aus Ideen kon­kre­te Pro­jek­te ent­ste­hen und wel­che Rol­le gemein­schaft­li­che Struk­tu­ren dabei spie­len kön­nen.