Hintergrund

Challenge Tag 10

Warum Gemeinschaft zu einem wirtschaftlichen Faktor wird

Wirt­schaft­li­cher Erfolg wur­de lan­ge Zeit vor allem mit Grö­ße, Kapi­tal und Markt­macht ver­bun­den. Die­se Fak­to­ren behal­ten ihre Bedeu­tung, doch die ver­gan­ge­nen Jah­re haben gezeigt, dass ein wei­te­rer Aspekt zuneh­mend an Gewicht gewinnt.

Gemein­schaf­ten ent­wi­ckeln Fähig­kei­ten, die ein­zel­ne Unter­neh­men allein nur schwer errei­chen kön­nen.

Men­schen mit unter­schied­li­chen Erfah­run­gen brin­gen ver­schie­de­ne Per­spek­ti­ven ein. Lösun­gen ent­ste­hen häu­fig schnel­ler, wenn Wis­sen geteilt und Erfah­run­gen zugäng­lich gemacht wer­den. Neue Ideen ver­brei­ten sich ein­fa­cher, wenn ver­trau­ens­vol­le Bezie­hun­gen bestehen.

Vie­le erfolg­rei­che Ent­wick­lun­gen der letz­ten Jah­re beru­hen bereits auf die­sem Prin­zip.

Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se:

  • offe­ne Soft­ware­pro­jek­te
  • gemein­sa­me Wis­sens­platt­for­men
  • bran­chen­spe­zi­fi­sche Netz­wer­ke
  • For­schungs­ko­ope­ra­tio­nen
  • inter­na­tio­na­le Ent­wick­ler­ge­mein­schaf­ten

Die gemein­sa­me Nut­zung von Wis­sen führt häu­fig zu Ergeb­nis­sen, die weit über die Mög­lich­kei­ten ein­zel­ner Betei­lig­ter hin­aus­ge­hen.

Die Ent­wick­lung künst­li­cher Intel­li­genz ver­stärkt die­sen Effekt zusätz­lich.

Intel­li­gen­te Sys­te­me wer­den umso wert­vol­ler, je bes­ser die zugrun­de lie­gen­den Infor­ma­tio­nen orga­ni­siert und ver­füg­bar sind. Gemein­schaf­ten besit­zen hier einen natür­li­chen Vor­teil, wenn Erfah­run­gen, Fach­wis­sen und prak­ti­sche Erkennt­nis­se zusam­men­ge­führt wer­den kön­nen.

Für Unter­neh­men ent­ste­hen dadurch neue Mög­lich­kei­ten:

  • schnel­le­re Pro­blem­lö­sun­gen
  • gerin­ge­re Ent­wick­lungs­kos­ten
  • Zugang zu zusätz­li­chem Fach­wis­sen
  • bes­se­re Nut­zung tech­ni­scher Res­sour­cen
  • höhe­re Inno­va­ti­ons­ge­schwin­dig­keit

Das Solidara.net ver­folgt des­halb den Gedan­ken einer wirt­schaft­lich sinn­vol­len Gemein­schaft, die moder­ne Tech­no­lo­gien und mensch­li­che Erfah­run­gen mit­ein­an­der ver­bin­det.

Die tech­ni­sche Infra­struk­tur der Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD bil­det dafür die gemein­sa­me Grund­la­ge. Mit­glie­der sol­len Zugang zu Werk­zeu­gen, Diens­ten und Wis­sens­res­sour­cen erhal­ten, die gemein­schaft­lich auf­ge­baut und genutzt wer­den kön­nen.

Dabei bleibt jedes Unter­neh­men eigen­stän­dig und unab­hän­gig.

Die Gemein­schaft ersetzt kei­ne bestehen­den Geschäfts­mo­del­le und über­nimmt kei­ne unter­neh­me­ri­schen Ent­schei­dun­gen. Sie schafft viel­mehr Mög­lich­kei­ten, die ein­zel­nen Mit­glie­dern zusätz­li­che Hand­lungs­spiel­räu­me eröff­nen kön­nen.

Vie­le Ent­wick­lun­gen der kom­men­den Jah­re wer­den ver­mut­lich nicht mehr aus­schließ­lich inner­halb ein­zel­ner Unter­neh­men ent­ste­hen.

Neue Ideen wer­den zuneh­mend dort wach­sen, wo Men­schen ihr Wis­sen tei­len, Erfah­run­gen aus­tau­schen und gemein­sam auf moder­ne tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten zugrei­fen kön­nen.

In der nächs­ten Lek­ti­on beschäf­ti­gen wir uns mit der Fra­ge, wie digi­ta­le Werk­zeu­ge Men­schen ent­las­ten kön­nen und war­um der rich­ti­ge Ein­satz von Tech­no­lo­gie häu­fig wich­ti­ger ist als die Anzahl der ein­ge­setz­ten Sys­te­me.