Hintergrund

Challenge Tag 24

Der Unterschied zwischen Nutzern und Mitgestaltern

Vie­le digi­ta­le Platt­for­men unter­schei­den nur zwi­schen Anbie­tern und Nut­zern. Die einen ent­wi­ckeln Inhal­te, Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen. Die ande­ren kon­su­mie­ren die­se Ange­bo­te und ver­wen­den die bereit­ge­stell­ten Funk­tio­nen.

Digi­ta­le Gemein­schaf­ten ent­wi­ckeln häu­fig eine wei­te­re Rol­le.

Neben den Nut­zern ent­ste­hen Men­schen, die ihre Erfah­run­gen ein­brin­gen, Ideen wei­ter­ent­wi­ckeln und aktiv zur Ver­bes­se­rung gemein­sa­mer Lösun­gen bei­tra­gen.

Die­se Mit­ge­stal­tung kann auf sehr unter­schied­li­che Wei­se erfol­gen.

Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se:

  • das Tei­len von Erfah­run­gen
  • die Wei­ter­ga­be von Wis­sen
  • die Unter­stüt­zung ande­rer Mit­glie­der
  • die Ent­wick­lung neu­er Ideen
  • die Ver­bes­se­rung bestehen­der Lösun­gen
  • die Mit­ar­beit an gemein­sa­men Pro­jek­ten

Nicht jeder Bei­trag muss dabei den­sel­ben Umfang haben.

  • Man­che Men­schen brin­gen Fach­wis­sen ein.
  • Ande­re stel­len Kon­tak­te her.
  • Wie­der ande­re erken­nen Pro­ble­me früh­zei­tig oder ent­wi­ckeln prak­ti­sche Lösun­gen für all­täg­li­che Her­aus­for­de­run­gen.

Die Stär­ke einer Gemein­schaft ent­steht häu­fig aus der Ver­bin­dung die­ser unter­schied­li­chen Fähig­kei­ten.

Das Solidara.net ver­folgt des­halb nicht das Ziel, eine mög­lichst gro­ße Zahl pas­si­ver Nut­zer zu gewin­nen.

Die eigent­li­che Idee besteht dar­in, eine Umge­bung zu schaf­fen, in der Mit­glie­der ihre Mög­lich­kei­ten ent­spre­chend ihrer Inter­es­sen und Erfah­run­gen ein­brin­gen kön­nen.

Die tech­ni­sche Infra­struk­tur der Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD schafft dafür die not­wen­di­gen Vor­aus­set­zun­gen.

Gemein­schaft­lich nutz­ba­re Werk­zeu­ge, gemein­sa­me Wis­sens­räu­me und digi­ta­le Diens­te sol­len die Zusam­men­ar­beit erleich­tern und neue For­men der Betei­li­gung ermög­li­chen.

Dabei bleibt jede Form der Mit­wir­kung frei­wil­lig.

Jedes Mit­glied ent­schei­det selbst, in wel­chem Umfang es Ange­bo­te nut­zen, Erfah­run­gen tei­len oder an gemein­sa­men Ent­wick­lun­gen mit­ar­bei­ten möch­te.

Gera­de die­se Frei­heit schafft häu­fig die Grund­la­ge für lang­fris­ti­ges Enga­ge­ment.

Men­schen betei­li­gen sich beson­ders dort, wo sie erle­ben, dass ihre Bei­trä­ge wahr­ge­nom­men wer­den und ihre Erfah­run­gen einen sicht­ba­ren Nut­zen erzeu­gen.

Die Ent­wick­lung künst­li­cher Intel­li­genz eröff­net dabei zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten.

Rou­ti­ne­auf­ga­ben kön­nen redu­ziert wer­den und orga­ni­sa­to­ri­sche Abläu­fe las­sen sich ver­ein­fa­chen. Dadurch ent­steht mehr Raum für Ideen, Erfah­run­gen und mensch­li­che Zusam­men­ar­beit.

Die kom­men­den Jah­re wer­den ver­mut­lich zei­gen, dass erfolg­rei­che Gemein­schaf­ten nicht durch die Zahl ihrer Mit­glie­der wach­sen, son­dern durch die Zahl der Men­schen, die bereit sind, ihre Erfah­run­gen und Fähig­kei­ten ein­zu­brin­gen.

In der nächs­ten Lek­ti­on beschäf­ti­gen wir uns mit der Fra­ge, war­um Betei­li­gung häu­fig grö­ße­re Wir­kung ent­fal­ten kann als rei­ner Kon­sum und wes­halb gemein­sa­mes Han­deln neue Mög­lich­kei­ten eröff­net.