Hintergrund

Challenge Tag 23

Wie gemeinschaftliche Projekte im digitalen Raum entstehen

Vie­le erfolg­rei­che Pro­jek­te begin­nen mit einer ein­fa­chen Beob­ach­tung. Meh­re­re Men­schen ste­hen vor ähn­li­chen Her­aus­for­de­run­gen und erken­nen, dass gemein­sa­me Lösun­gen oft schnel­ler und wirt­schaft­li­cher ent­ste­hen kön­nen als iso­lier­te Ein­zel­pro­jek­te.

Die Digi­ta­li­sie­rung erleich­tert die­se Zusam­men­ar­beit erheb­lich.

Men­schen mit unter­schied­li­chen Erfah­run­gen kön­nen heu­te unab­hän­gig von ihrem Stand­ort gemein­sam an Ideen arbei­ten, Wis­sen aus­tau­schen und Pro­jek­te ent­wi­ckeln. Moder­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel und digi­ta­le Werk­zeu­ge schaf­fen dafür Vor­aus­set­zun­gen, die vor weni­gen Jah­ren noch nicht ver­füg­bar waren.

Gemein­schaft­li­che Pro­jek­te ent­ste­hen häu­fig aus ähn­li­chen Aus­gangs­si­tua­tio­nen:

  • meh­re­re Betei­lig­te haben ver­gleich­ba­re Anfor­de­run­gen
  • vor­han­de­ne Lösun­gen erfül­len die Erwar­tun­gen nur teil­wei­se
  • die Ent­wick­lung eige­ner Sys­te­me wäre wirt­schaft­lich kaum sinn­voll
  • Wis­sen und Erfah­run­gen ergän­zen sich gegen­sei­tig
  • gemein­sa­me Res­sour­cen eröff­nen neue Mög­lich­kei­ten

Die Ent­wick­lung künst­li­cher Intel­li­genz ver­stärkt die­se Mög­lich­kei­ten zusätz­lich.

Vie­le intel­li­gen­te Sys­te­me pro­fi­tie­ren von gemein­sa­men Wis­sens­be­stän­den, kon­ti­nu­ier­li­cher Ver­bes­se­rung und einer brei­ten prak­ti­schen Anwen­dung. Gemein­schaf­ten kön­nen dadurch Lösun­gen schaf­fen, die mit den Erfah­run­gen vie­ler Betei­lig­ter wach­sen und sich wei­ter­ent­wi­ckeln.

Das Solidara.net ver­folgt des­halb die Idee einer Umge­bung, in der sol­che Pro­jek­te ent­ste­hen und wach­sen kön­nen.

Die tech­ni­sche Infra­struk­tur der Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD soll den orga­ni­sa­to­ri­schen und tech­ni­schen Rah­men bereit­stel­len, auf des­sen Grund­la­ge Mit­glie­der neue Ideen ent­wi­ckeln und gemein­sam umset­zen kön­nen.

Dabei kön­nen unter­schied­li­che For­men der Zusam­men­ar­beit ent­ste­hen:

  • gemein­schaft­li­che Wis­sens­pro­jek­te
  • digi­ta­le Dienst­leis­tun­gen
  • bran­chen­spe­zi­fi­sche Lösun­gen
  • auto­ma­ti­sier­te Arbeits­pro­zes­se
  • neue Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te für Mit­glie­der

Die kon­kre­te Aus­ge­stal­tung sol­cher Pro­jek­te wird sich mit den Bedürf­nis­sen und Erfah­run­gen der Gemein­schaft wei­ter­ent­wi­ckeln.

Eine star­ke Gemein­schaft zeich­net sich häu­fig dadurch aus, dass gute Ideen nicht an tech­ni­schen Hür­den oder feh­len­den Res­sour­cen schei­tern.

Gemein­sa­me Infra­struk­tur und gemein­sa­mes Wis­sen schaf­fen die Vor­aus­set­zun­gen dafür, dass aus ein­zel­nen Ideen rea­le Pro­jek­te ent­ste­hen kön­nen.

Die kom­men­den Jah­re wer­den ver­mut­lich zei­gen, dass vie­le erfolg­rei­che Inno­va­tio­nen nicht mehr inner­halb ein­zel­ner Orga­ni­sa­tio­nen ent­ste­hen, son­dern an den Schnitt­stel­len zwi­schen unter­schied­li­chen Erfah­run­gen, Kom­pe­ten­zen und Per­spek­ti­ven.

In der nächs­ten Lek­ti­on beschäf­ti­gen wir uns mit der Fra­ge, war­um Betei­li­gung häu­fig grö­ße­re Wir­kung ent­fal­ten kann als rei­ne Nut­zung und wes­halb akti­ve Mit­ge­stal­tung zu den wich­tigs­ten Merk­ma­len erfolg­rei­cher Gemein­schaf­ten gehört.