Hintergrund

Challenge Tag 09

Warum viele klassische Netzwerke ihre Grenzen erreichen

Netz­wer­ke gehö­ren seit vie­len Jahr­zehn­ten zum wirt­schaft­li­chen All­tag. Unter­neh­mer tref­fen sich auf Ver­an­stal­tun­gen, tau­schen Kon­tak­te aus und emp­feh­len sich gegen­sei­tig wei­ter. Vie­le die­ser Ver­bin­dun­gen ent­ste­hen per­sön­lich und ent­wi­ckeln sich über Jah­re hin­weg.

Mit der Digi­ta­li­sie­rung ent­stan­den zahl­rei­che Platt­for­men, die die­se Pro­zes­se ver­ein­fa­chen soll­ten. Kon­tak­te konn­ten schnel­ler geknüpft und Infor­ma­tio­nen ein­fa­cher ver­teilt wer­den.

Gleich­zei­tig ent­stan­den neue Her­aus­for­de­run­gen.

Vie­le digi­ta­le Netz­wer­ke kon­zen­trie­ren sich heu­te vor allem auf Sicht­bar­keit und Auf­merk­sam­keit. Die Zahl der Kon­tak­te wächst häu­fig schnel­ler als die Zahl der ech­ten Bezie­hun­gen. Infor­ma­tio­nen wer­den ver­öf­fent­licht, ver­schwin­den kur­ze Zeit spä­ter wie­der aus dem Blick­feld und erzeu­gen nur sel­ten einen lang­fris­ti­gen Nut­zen.

Vie­le Nut­zer erle­ben des­halb ähn­li­che Pro­ble­me:

  • wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen gehen ver­lo­ren
  • wert­vol­le Erfah­run­gen blei­ben unge­nutzt
  • Kon­tak­te ent­wi­ckeln sich nicht zu Zusam­men­ar­beit
  • Wis­sen wird mehr­fach neu erar­bei­tet
  • tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten wer­den nur teil­wei­se genutzt

Ein wei­te­res Pro­blem betrifft die Ver­tei­lung von Res­sour­cen.

In vie­len Netz­wer­ken inves­tiert jeder Teil­neh­mer Zeit, Geld und Wis­sen in eige­ne Lösun­gen, obwohl ähn­li­che Auf­ga­ben bereits an ande­rer Stel­le bear­bei­tet wer­den. Dadurch ent­ste­hen hohe Kos­ten und ver­meid­ba­re Dop­pel­ar­beit.

Die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten der künst­li­chen Intel­li­genz eröff­nen hier neue Wege.

Wis­sen kann heu­te struk­tu­riert, auf­find­bar und dau­er­haft ver­füg­bar gemacht wer­den. Erfah­run­gen ein­zel­ner Mit­glie­der kön­nen ande­ren Teil­neh­mern hel­fen, schnel­ler zu Lösun­gen zu gelan­gen. Digi­ta­le Werk­zeu­ge kön­nen Infor­ma­tio­nen dort bereit­stel­len, wo sie tat­säch­lich benö­tigt wer­den.

Dadurch ent­steht ein ande­res Ver­ständ­nis von Gemein­schaft.

Eine moder­ne digi­ta­le Gemein­schaft ver­bin­det Men­schen nicht aus­schließ­lich über Kon­tak­te. Sie schafft zusätz­lich gemein­sa­me Werk­zeu­ge, gemein­sa­me Wis­sens­räu­me und gemein­sam nutz­ba­re Infra­struk­tur.

Das Solidara.net ver­folgt genau die­sen Ansatz.

Die tech­ni­sche Infra­struk­tur der Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD soll die Grund­la­ge dafür schaf­fen, dass Wis­sen, Erfah­run­gen und digi­ta­le Diens­te gemein­schaft­lich genutzt wer­den kön­nen. Mit­glie­der sol­len dadurch von Ent­wick­lun­gen pro­fi­tie­ren, die weit über klas­si­sche Netz­wer­ke hin­aus­ge­hen.

Der eigent­li­che Wert einer Gemein­schaft ent­steht nicht durch die Anzahl ihrer Teil­neh­mer.

Ent­schei­dend ist die Fähig­keit, Erfah­run­gen, Kom­pe­ten­zen und tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten so mit­ein­an­der zu ver­bin­den, dass dar­aus für alle Betei­lig­ten ein kon­kre­ter Nut­zen ent­steht.

In der nächs­ten Lek­ti­on beschäf­ti­gen wir uns mit der Fra­ge, war­um Gemein­schaft in Zukunft zu einem wich­ti­gen wirt­schaft­li­chen Fak­tor wer­den könn­te.