Hintergrund

Challenge Tag 14

Was eine digitale Gemeinschaft zusammenhält

Tech­ni­sche Platt­for­men kön­nen Men­schen mit­ein­an­der ver­bin­den. Eine Gemein­schaft ent­steht dadurch noch nicht auto­ma­tisch.

Vie­le Netz­wer­ke wach­sen zunächst sehr schnell. Neue Mit­glie­der kom­men hin­zu, Infor­ma­tio­nen wer­den aus­ge­tauscht und gemein­sa­me Inter­es­sen schaf­fen ers­te Berüh­rungs­punk­te. Nach eini­ger Zeit ver­lie­ren vie­le die­ser Gemein­schaf­ten jedoch an Akti­vi­tät und Bedeu­tung.

Der Grund dafür liegt sel­ten in der ver­wen­de­ten Tech­nik.

Lang­fris­tig erfolg­rei­che Gemein­schaf­ten beru­hen fast immer auf gemein­sa­men Wer­ten und gemein­sa­men Inter­es­sen.

Zu den wich­tigs­ten Grund­la­gen gehö­ren:

  • gegen­sei­ti­ger Respekt
  • frei­wil­li­ge Zusam­men­ar­beit
  • nach­voll­zieh­ba­re Regeln
  • gemein­sa­me Zie­le
  • fai­re Betei­li­gungs­mög­lich­kei­ten
  • ver­ant­wor­tungs­vol­les Han­deln

Men­schen enga­gie­ren sich beson­ders dort, wo sie erle­ben, dass ihre Bei­trä­ge wahr­ge­nom­men und geschätzt wer­den.

Gemein­schaft ent­steht des­halb nicht durch Mit­glieds­num­mern oder Nut­zer­kon­ten.

Gemein­schaft ent­steht dort, wo Men­schen bereit sind, Erfah­run­gen zu tei­len, Wis­sen wei­ter­zu­ge­ben und ande­re Mit­glie­der zu unter­stüt­zen.

Digi­ta­le Werk­zeu­ge kön­nen die­sen Pro­zess unter­stüt­zen.

Sie kön­nen Infor­ma­tio­nen bereit­stel­len, Kom­mu­ni­ka­ti­on erleich­tern und gemein­sa­me Pro­jek­te orga­ni­sie­ren. Die eigent­li­che Ver­bin­dung zwi­schen den Men­schen ent­steht jedoch wei­ter­hin durch Ver­trau­en und gemein­sa­me Erfah­run­gen.

Das Solidara.net ver­folgt des­halb einen Ansatz, bei dem tech­ni­sche Infra­struk­tur und mensch­li­che Zusam­men­ar­beit eng mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den.

Die Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD stellt die gemein­schaft­lich nutz­ba­re tech­ni­sche Grund­la­ge in der Cloud bereit. Die Mit­glie­der fül­len die­se Infra­struk­tur mit Ideen, Erfah­run­gen und Akti­vi­tä­ten.

Bei­de Bestand­tei­le ergän­zen sich gegen­sei­tig.

Tech­no­lo­gie ohne Gemein­schaft bleibt ein Werk­zeug.

Gemein­schaft ohne geeig­ne­te Werk­zeu­ge stößt häu­fig an prak­ti­sche Gren­zen.

Die Ver­bin­dung bei­der Ele­men­te eröff­net Mög­lich­kei­ten, die für ein­zel­ne Teil­neh­mer allein nur schwer erreich­bar wären.

Die kom­men­den Jah­re wer­den zei­gen, dass erfolg­rei­che digi­ta­le Gemein­schaf­ten nicht durch ihre Grö­ße bestimmt wer­den.

Ihre Stär­ke wird viel­mehr davon abhän­gen, wie gut sie Zusam­men­ar­beit ermög­li­chen, Wis­sen ver­füg­bar machen und ihren Mit­glie­dern kon­kre­te Vor­tei­le im All­tag bie­ten.

Mit der nächs­ten Lek­ti­on beginnt die drit­te Woche. Dort beschäf­ti­gen wir uns mit den Her­aus­for­de­run­gen, die das Solidara.net lösen möch­te und mit den Ent­wick­lun­gen, die vie­le bestehen­de Sys­te­me zuneh­mend an ihre Gren­zen brin­gen.