Hintergrund

Challenge Tag 21

Was digitale Souveränität bedeutet

Digi­ta­le Werk­zeu­ge bestim­men heu­te gro­ße Tei­le des beruf­li­chen und pri­va­ten All­tags. Kom­mu­ni­ka­ti­on, Doku­men­te, Kun­den­da­ten und Geschäfts­pro­zes­se wer­den über Platt­for­men und Cloud Sys­te­me ver­wal­tet, die häu­fig von inter­na­tio­na­len Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men betrie­ben wer­den.

Die­se Ent­wick­lung bringt vie­le Vor­tei­le mit sich.

Gleich­zei­tig wächst bei Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen der Wunsch nach grö­ße­rer Unab­hän­gig­keit und mehr Kon­trol­le über die eige­nen digi­ta­len Res­sour­cen.

Genau an die­ser Stel­le beginnt das The­ma digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät.

Digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät beschreibt die Fähig­keit, selbst über die Nut­zung digi­ta­ler Werk­zeu­ge, Daten und Pro­zes­se ent­schei­den zu kön­nen.

Dazu gehö­ren unter ande­rem:

  • die Kon­trol­le über eige­ne Daten
  • die freie Wahl tech­ni­scher Lösun­gen
  • die Mög­lich­keit zum Wech­sel von Dienst­leis­tern
  • trans­pa­ren­te Nut­zungs­be­din­gun­gen
  • nach­voll­zieh­ba­re tech­ni­sche Pro­zes­se
  • lang­fris­ti­ge Ver­füg­bar­keit von Infor­ma­tio­nen

Vie­le Unter­neh­men erken­nen inzwi­schen, dass eine star­ke Abhän­gig­keit von ein­zel­nen Platt­for­men Risi­ken mit sich brin­gen kann.

Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se:

  • stei­gen­de Kos­ten
  • ver­än­der­te Geschäfts­be­din­gun­gen
  • ein­ge­schränk­te Ein­fluss­mög­lich­kei­ten
  • tech­ni­sche Abhän­gig­kei­ten
  • begrenz­te Anpas­sungs­mög­lich­kei­ten

Digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät bedeu­tet dabei nicht, auf moder­ne Tech­no­lo­gien zu ver­zich­ten.

Viel­mehr geht es dar­um, tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten bewusst aus­zu­wäh­len und ihre Nut­zung aktiv zu gestal­ten.

Das Solidara.net ver­folgt des­halb den Ansatz einer gemein­schaft­lich nutz­ba­ren Infra­struk­tur, die den Mit­glie­dern moder­ne Werk­zeu­ge zur Ver­fü­gung stellt und gleich­zei­tig größt­mög­li­che Trans­pa­renz und Kon­trol­le ermög­licht.

Die Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD ent­wi­ckelt und betreibt die­se tech­ni­sche Grund­la­ge inner­halb einer gemein­sa­men Cloud Umge­bung, die den Anfor­de­run­gen einer digi­ta­len Gemein­schaft gerecht wer­den soll.

Dadurch ent­ste­hen Mög­lich­kei­ten, die zwi­schen voll­stän­di­ger Eigen­ent­wick­lung und voll­stän­di­ger Abhän­gig­keit von exter­nen Platt­for­men lie­gen.

Für vie­le Unter­neh­men könn­te genau die­ser Mit­tel­weg in Zukunft an Bedeu­tung gewin­nen.

Die kom­men­den Jah­re wer­den zei­gen, dass digi­ta­le Selbst­be­stim­mung zu einem wich­ti­gen Wett­be­werbs­fak­tor wer­den kann.

Orga­ni­sa­tio­nen, die ihre Daten, ihre Pro­zes­se und ihre tech­ni­schen Grund­la­gen bewusst gestal­ten, wer­den häu­fig fle­xi­bler auf Ver­än­de­run­gen reagie­ren kön­nen als Unter­neh­men mit star­ren Abhän­gig­kei­ten.

Mit der nächs­ten Lek­ti­on beginnt die vier­te Woche. Dort beschäf­ti­gen wir uns mit neu­en Denk­wei­sen für Zusam­men­ar­beit, Betei­li­gung und gemein­schaft­li­che Wert­schöp­fung in einer zuneh­mend digi­ta­len Wirt­schaft.