Hintergrund

Challenge Tag 13

Die Rolle von Vertrauen in digitalen Projekten

Tech­no­lo­gien ver­än­dern Werk­zeu­ge, Pro­zes­se und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge. Ver­trau­en ent­steht dage­gen wei­ter­hin zwi­schen Men­schen.

Vie­le digi­ta­le Platt­for­men haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gezeigt, dass tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten allein kei­ne funk­tio­nie­ren­den Gemein­schaf­ten schaf­fen. Gro­ße Reich­wei­te ersetzt kei­ne Ver­läss­lich­keit. Hohe Nut­zer­zah­len erzeu­gen kei­ne gemein­sa­men Wer­te. Moder­ne Sys­te­me kön­nen per­sön­li­che Ver­ant­wor­tung nicht über­neh­men.

Ver­trau­en ent­steht immer durch Erfah­run­gen und nach­voll­zieh­ba­res Han­deln.

Men­schen ver­trau­en Orga­ni­sa­tio­nen und Gemein­schaf­ten dann, wenn sie erle­ben, dass Zusa­gen ein­ge­hal­ten wer­den und Ent­schei­dun­gen nach­voll­zieh­bar blei­ben.

Dabei spie­len meh­re­re Fak­to­ren eine wich­ti­ge Rol­le:

  • Trans­pa­renz bei Ent­schei­dun­gen
  • nach­voll­zieh­ba­re Regeln
  • ver­ant­wor­tungs­vol­ler Umgang mit Daten
  • lang­fris­ti­ge Ver­läss­lich­keit
  • respekt­vol­ler Umgang mit­ein­an­der
  • kla­re Zustän­dig­kei­ten

Die Ent­wick­lung künst­li­cher Intel­li­genz macht die­se Fra­gen sogar noch wich­ti­ger.

Je stär­ker digi­ta­le Sys­te­me in Arbeits­ab­läu­fe ein­ge­bun­den wer­den, des­to grö­ßer wird der Wunsch nach Sicher­heit und Kon­trol­le. Men­schen möch­ten ver­ste­hen, wel­che Infor­ma­tio­nen ver­ar­bei­tet wer­den und wel­che Ent­schei­dun­gen wei­ter­hin in mensch­li­cher Ver­ant­wor­tung blei­ben.

Genau aus die­sem Grund ver­folgt das Solidara.net einen lang­fris­ti­gen Ansatz.

Tech­ni­sche Infra­struk­tur allein schafft noch kei­ne Gemein­schaft. Erst die Men­schen, die ihre Erfah­run­gen tei­len, Ver­ant­wor­tung über­neh­men und sich gegen­sei­tig unter­stüt­zen, erzeu­gen den eigent­li­chen Wert eines sol­chen Netz­werks.

Die gemein­schaft­lich nutz­ba­re Infra­struk­tur der Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD soll des­halb als Werk­zeug die­nen und nicht als Selbst­zweck.

Tech­no­lo­gie unter­stützt die Gemein­schaft.

Die Gemein­schaft bestimmt die Rich­tung der Tech­no­lo­gie.

Die­ses Ver­hält­nis wird in den kom­men­den Jah­ren eine wich­ti­ge Rol­le spie­len. Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen wer­den zuneh­mend danach ent­schei­den, wel­chen Platt­for­men und wel­chen Part­nern sie ihre Daten, ihre Pro­zes­se und ihr Wis­sen anver­trau­en.

Ver­trau­en ent­wi­ckelt sich dabei zu einer wirt­schaft­li­chen Res­sour­ce, die sich über lan­ge Zeit­räu­me auf­baut und die sich inner­halb kur­zer Zeit wie­der ver­lie­ren kann.

Das Solidara.net möch­te des­halb von Anfang an auf Offen­heit, Nach­voll­zieh­bar­keit und gemein­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung set­zen.

Mit der nächs­ten Lek­ti­on beginnt die drit­te Woche. Dort beschäf­ti­gen wir uns mit den kon­kre­ten Her­aus­for­de­run­gen, die das Solidara.net lösen möch­te, und mit den Ent­wick­lun­gen, die vie­le bestehen­de Sys­te­me an ihre Gren­zen brin­gen.