Hintergrund

Challenge Tag 11

Wie digitale Werkzeuge Menschen entlasten können

Die Zahl digi­ta­ler Werk­zeu­ge wächst seit vie­len Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich. Für nahe­zu jede Auf­ga­be exis­tie­ren inzwi­schen spe­zia­li­sier­te Anwen­dun­gen, Platt­for­men und Diens­te.

Trotz die­ser Ent­wick­lung berich­ten vie­le Unter­neh­men von einem stei­gen­den Arbeits­auf­wand.

Ein wesent­li­cher Grund liegt dar­in, dass zusätz­li­che Werk­zeu­ge häu­fig zusätz­li­che Arbeit erzeu­gen. Infor­ma­tio­nen müs­sen mehr­fach ein­ge­ge­ben wer­den. Daten wer­den zwi­schen ver­schie­de­nen Sys­te­men über­tra­gen. Mit­ar­bei­ter wech­seln stän­dig zwi­schen unter­schied­li­chen Anwen­dun­gen.

Dadurch ent­steht häu­fig der Ein­druck, dass Digi­ta­li­sie­rung mehr Auf­wand als Ent­las­tung erzeugt.

Der eigent­li­che Nut­zen digi­ta­ler Werk­zeu­ge ent­steht jedoch erst dann, wenn sie sinn­voll mit­ein­an­der arbei­ten und den Men­schen bei wie­der­keh­ren­den Auf­ga­ben unter­stüt­zen.

Beson­ders geeig­net sind digi­ta­le Sys­te­me für Tätig­kei­ten wie:

  • die Ver­ar­bei­tung gro­ßer Infor­ma­ti­ons­men­gen
  • die Vor­be­rei­tung von Doku­men­ten
  • die Ver­wal­tung von Daten
  • die Orga­ni­sa­ti­on von Wis­sen
  • die Unter­stüt­zung von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zes­sen
  • die Auto­ma­ti­sie­rung stan­dar­di­sier­ter Abläu­fe

Men­schen gewin­nen dadurch Zeit für Auf­ga­ben, die Erfah­rung, Krea­ti­vi­tät und per­sön­li­che Ent­schei­dun­gen erfor­dern.

Zu die­sen Auf­ga­ben gehö­ren bei­spiels­wei­se:

  • die Betreu­ung von Kun­den
  • die Ent­wick­lung neu­er Ideen
  • die stra­te­gi­sche Pla­nung
  • die Füh­rung von Teams
  • die Gestal­tung per­sön­li­cher Bezie­hun­gen

Die Ent­wick­lung künst­li­cher Intel­li­genz erwei­tert die­se Mög­lich­kei­ten erheb­lich.

Moder­ne Sys­te­me kön­nen heu­te Infor­ma­tio­nen aus­wer­ten, Inhal­te vor­be­rei­ten und Vor­schlä­ge für Ent­schei­dun­gen lie­fern. Die Ver­ant­wor­tung für die­se Ent­schei­dun­gen bleibt wei­ter­hin beim Men­schen.

Dadurch ent­steht eine neue Form der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Mensch und Tech­no­lo­gie.

Das Solidara.net ver­folgt den Gedan­ken, sol­che Mög­lich­kei­ten für sei­ne Mit­glie­der zugäng­lich und nutz­bar zu machen. Die gemein­schaft­li­che Infra­struk­tur der Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD soll dafür sor­gen, dass moder­ne Werk­zeu­ge zen­tral bereit­ge­stellt, gepflegt und wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den.

Mit­glie­der sol­len sich dadurch stär­ker auf ihre eigent­li­chen Auf­ga­ben kon­zen­trie­ren kön­nen, wäh­rend tech­ni­sche Grund­la­gen im Hin­ter­grund zuver­läs­sig zur Ver­fü­gung ste­hen.

Die Fra­ge lau­tet des­halb nicht mehr, ob digi­ta­le Werk­zeu­ge ein­ge­setzt wer­den.

Die ent­schei­den­de Fra­ge lau­tet viel­mehr, wie Tech­no­lo­gien so ein­ge­setzt wer­den kön­nen, dass sie Men­schen tat­säch­lich ent­las­ten und ihre Arbeit sinn­voll unter­stüt­zen.

In der nächs­ten Lek­ti­on beschäf­ti­gen wir uns mit der Fra­ge, war­um Auto­ma­ti­sie­rung kein Selbst­zweck ist und wel­che Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sein müs­sen, damit sie ihren Nut­zen voll­stän­dig ent­fal­ten kann.