Challenge Tag 08

Warum Zusammenarbeit wieder wichtiger wird

Über vie­le Jah­re galt Spe­zia­li­sie­rung als der wich­tigs­te Erfolgs­fak­tor. Unter­neh­men kon­zen­trier­ten sich auf ein­zel­ne Leis­tun­gen und bau­ten ihre eige­nen Struk­tu­ren auf. Die­ses Modell funk­tio­niert in vie­len Berei­chen wei­ter­hin gut, stößt jedoch zuneh­mend auf prak­ti­sche Gren­zen.

Die Geschwin­dig­keit tech­ni­scher Ent­wick­lun­gen nimmt wei­ter zu. Neue Werk­zeu­ge ent­ste­hen in kur­zen Abstän­den. Gesetz­li­che Anfor­de­run­gen ver­än­dern sich regel­mä­ßig. Gleich­zei­tig wächst die Men­ge an Infor­ma­tio­nen, die ver­ar­bei­tet und bewer­tet wer­den muss.

Für ein­zel­ne Unter­neh­men wird es dadurch immer schwie­ri­ger, sämt­li­che Ent­wick­lun­gen allein zu ver­fol­gen und gleich­zei­tig das eige­ne Kern­ge­schäft wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

Immer mehr Orga­ni­sa­tio­nen erken­nen des­halb den Wert gemein­sa­mer Lösun­gen.

Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se:

  • der Aus­tausch von Erfah­run­gen
  • die gemein­sa­me Nut­zung von Wis­sen
  • die Nut­zung gemein­sa­mer Infra­struk­tur
  • die Zusam­men­ar­beit bei Pro­jek­ten
  • die gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung bei neu­en Auf­ga­ben

Die­se Ent­wick­lung lässt sich bereits in vie­len Berei­chen beob­ach­ten.

Unter­neh­men arbei­ten in Netz­wer­ken zusam­men. For­schungs­ein­rich­tun­gen tei­len Ergeb­nis­se. Ent­wick­ler nut­zen gemein­sa­me Platt­for­men zur Soft­ware­ent­wick­lung. Selbst gro­ße Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men set­zen zuneh­mend auf offe­ne Stan­dards und gemein­schaft­li­che Öko­sys­te­me.

Die Grün­de dafür sind ein­fach nach­voll­zieh­bar.

Gemein­sam genutz­te Res­sour­cen ermög­li­chen häu­fig:

  • gerin­ge­re Kos­ten
  • schnel­le­re Ent­wick­lun­gen
  • höhe­re Qua­li­tät
  • bes­se­re Ver­füg­bar­keit von Wis­sen
  • grö­ße­re Fle­xi­bi­li­tät

Die Ent­wick­lung künst­li­cher Intel­li­genz ver­stärkt die­sen Trend zusätz­lich.

Vie­le intel­li­gen­te Sys­te­me benö­ti­gen erheb­li­che tech­ni­sche Res­sour­cen sowie kon­ti­nu­ier­li­che Pfle­ge und Wei­ter­ent­wick­lung. Eine gemein­schaft­li­che Infra­struk­tur eröff­net des­halb Mög­lich­kei­ten, die für ein­zel­ne Unter­neh­men allein nur schwer erreich­bar wären.

Genau an die­sem Punkt setzt die Idee des Solidara.net an.

Die tech­ni­sche Infra­struk­tur der Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD soll Mit­glie­dern moder­ne Werk­zeu­ge und Diens­te zur Ver­fü­gung stel­len, die gemein­schaft­lich genutzt wer­den kön­nen. Dadurch ent­ste­hen neue Hand­lungs­mög­lich­kei­ten, ohne dass jeder Teil­neh­mer eige­ne tech­ni­sche Sys­te­me ent­wi­ckeln und betrei­ben muss.

Die Zukunft gehört ver­mut­lich nicht den größ­ten Ein­zel­ak­teu­ren.

Die kom­men­den Jah­re wer­den viel­mehr zei­gen, wel­che Stär­ke in funk­tio­nie­ren­den Gemein­schaf­ten ent­ste­hen kann, wenn Men­schen ihr Wis­sen, ihre Erfah­run­gen und moder­ne Tech­no­lo­gien mit­ein­an­der ver­bin­den.

In der nächs­ten Lek­ti­on beschäf­ti­gen wir uns mit den Gren­zen klas­si­scher Netz­wer­ke und mit der Fra­ge, war­um vie­le bestehen­de Model­le ihre Teil­neh­mer lang­fris­tig nicht bin­den kön­nen.