Hintergrund

Challenge Tag 53

Die Rolle Europas in der digitalen Zukunft

Die digi­ta­le Ent­wick­lung der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te wur­de vor allem von Unter­neh­men aus Nord­ame­ri­ka und Asi­en geprägt. Vie­le der heu­te genutz­ten Platt­for­men, Cloud Sys­te­me und digi­ta­len Diens­te stam­men aus die­sen Regio­nen und bestim­men gro­ße Tei­le der welt­wei­ten digi­ta­len Infra­struk­tur.

Euro­pa ver­folgt in vie­len Berei­chen einen ande­ren Ansatz.

Euro­päi­sche Gesell­schaf­ten legen tra­di­tio­nell gro­ßen Wert auf Daten­schutz, Trans­pa­renz, Wett­be­werb und die Rech­te der Bür­ger und Unter­neh­men. Die­se Wer­te gewin­nen mit der zuneh­men­den Ver­brei­tung künst­li­cher Intel­li­genz und digi­ta­ler Platt­for­men wei­ter an Bedeu­tung.

Die kom­men­den Jah­re könn­ten des­halb eine neue Pha­se der digi­ta­len Ent­wick­lung ein­lei­ten.

Dabei spie­len meh­re­re The­men eine wich­ti­ge Rol­le:

  • digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät
  • euro­päi­sche Cloud Infra­struk­tur
  • offe­ne Stan­dards
  • Daten­schutz und Daten­si­cher­heit
  • trans­pa­ren­te KI Sys­te­me
  • unab­hän­gi­ge digi­ta­le Öko­sys­te­me

Euro­pa ver­fügt bereits heu­te über star­ke For­schungs­ein­rich­tun­gen, inno­va­ti­ve Unter­neh­men und hohe tech­no­lo­gi­sche Kom­pe­tenz.

Gleich­zei­tig ent­steht zuneh­mend das Bewusst­sein, dass lang­fris­ti­ge Wett­be­werbs­fä­hig­keit auch eine gewis­se Unab­hän­gig­keit bei digi­ta­len Schlüs­sel­tech­no­lo­gien erfor­dert.

Die Ent­wick­lung künst­li­cher Intel­li­genz ver­stärkt die­se Dis­kus­si­on zusätz­lich.

Daten, Rechen­leis­tung und digi­ta­le Infra­struk­tur ent­wi­ckeln sich zu stra­te­gi­schen Res­sour­cen mit erheb­li­cher wirt­schaft­li­cher Bedeu­tung.

Das Solidara.net bewegt sich inner­halb genau die­ser Ent­wick­lung.

Die gemein­schaft­lich nutz­ba­re Infra­struk­tur der Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD soll moder­ne digi­ta­le Werk­zeu­ge bereit­stel­len und gleich­zei­tig den euro­päi­schen Anfor­de­run­gen an Trans­pa­renz, Daten­schutz und Selbst­be­stim­mung Rech­nung tra­gen.

Wer­ner Noske und Part­ner brin­gen ihre Erfah­run­gen aus inter­na­tio­na­ler Unter­neh­mens­be­ra­tung sowie aus Digi­ta­li­sie­rung und Busi­ness Auto­ma­ti­on in die Ent­wick­lung die­ser Kon­zep­te ein.

Die Zukunft Euro­pas wird ver­mut­lich nicht allein von der Grö­ße ein­zel­ner Unter­neh­men abhän­gen.

Eben­so wich­tig wird die Fähig­keit sein, Wis­sen zu ver­net­zen, tech­no­lo­gi­sche Kom­pe­ten­zen auf­zu­bau­en und gemein­schaft­li­che Lösun­gen für gemein­sa­me Her­aus­for­de­run­gen zu ent­wi­ckeln.

Digi­ta­le Gemein­schaf­ten kön­nen dabei eine wich­ti­ge Rol­le über­neh­men.

Sie ver­bin­den Men­schen, Erfah­run­gen und Tech­no­lo­gien und schaf­fen neue Mög­lich­kei­ten für Zusam­men­ar­beit und wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung.

In der nächs­ten Lek­ti­on beschäf­ti­gen wir uns mit der Fra­ge, war­um digi­ta­le Selbst­be­stim­mung zu einem wich­ti­gen Zukunfts­the­ma wird und wel­che Bedeu­tung sie für Unter­neh­men und Gemein­schaf­ten besit­zen kann.