Hintergrund

Challenge Tag 25

Warum Beteiligung mehr bewirken kann als Konsum

Digi­ta­le Ange­bo­te wer­den häu­fig für eine pas­si­ve Nut­zung ent­wi­ckelt. Inhal­te wer­den gele­sen, Vide­os wer­den ange­se­hen und Dienst­leis­tun­gen wer­den in Anspruch genom­men. Die­ses Modell funk­tio­niert in vie­len Berei­chen sehr gut und wird auch in Zukunft bestehen blei­ben.

Gemein­schaf­ten fol­gen jedoch häu­fig ande­ren Regeln.

Men­schen ent­wi­ckeln eine stär­ke­re Ver­bin­dung zu Pro­jek­ten, an deren Ent­wick­lung sie betei­ligt sind. Eige­ne Erfah­run­gen, Ideen und Bei­trä­ge schaf­fen Iden­ti­fi­ka­ti­on und för­dern lang­fris­ti­ges Inter­es­se.

Betei­li­gung kann dabei sehr unter­schied­li­che For­men anneh­men.

Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se:

  • das Ein­brin­gen eige­ner Erfah­run­gen
  • die Wei­ter­ga­be von Fach­wis­sen
  • die Mit­ar­beit an Pro­jek­ten
  • die Unter­stüt­zung ande­rer Mit­glie­der
  • die Ent­wick­lung neu­er Ideen
  • die Ver­bes­se­rung bestehen­der Lösun­gen

Jeder Bei­trag erwei­tert die Mög­lich­kei­ten der gesam­ten Gemein­schaft.

Eine inter­es­san­te Beob­ach­tung fin­det sich in vie­len erfolg­rei­chen Pro­jek­ten.

Men­schen, die aktiv mit­ge­stal­ten, ent­wi­ckeln häu­fig ein tie­fe­res Ver­ständ­nis für Zusam­men­hän­ge und erken­nen neue Chan­cen frü­her als rei­ne Anwen­der oder Beob­ach­ter.

Die Ent­wick­lung künst­li­cher Intel­li­genz ver­stärkt die­se Ent­wick­lung zusätz­lich.

Tech­ni­sche Sys­te­me kön­nen Infor­ma­tio­nen bereit­stel­len und Rou­ti­ne­auf­ga­ben über­neh­men. Die eigent­li­che Wert­schöp­fung ent­steht jedoch wei­ter­hin durch Men­schen, die Erfah­run­gen sam­meln, Zusam­men­hän­ge erken­nen und neue Lösun­gen ent­wi­ckeln.

Das Solidara.net möch­te des­halb eine Umge­bung schaf­fen, in der Betei­li­gung mög­lich und erwünscht ist.

Die tech­ni­sche Infra­struk­tur der Soli­dara Digi­tal Ser­vices EOOD soll die not­wen­di­gen Werk­zeu­ge bereit­stel­len, damit Mit­glie­der ihre Erfah­run­gen ein­brin­gen und gemein­sa­me Pro­jek­te unter­stüt­zen kön­nen.

Dabei ent­steht ein wich­ti­ger Unter­schied zu vie­len klas­si­schen Platt­for­men.

Die Mit­glie­der des Solidara.net sol­len nicht aus­schließ­lich Ver­brau­cher digi­ta­ler Dienst­leis­tun­gen sein.

Sie erhal­ten die Mög­lich­keit, die Ent­wick­lung der Gemein­schaft durch ihre Erfah­run­gen und ihre Ideen aktiv mit­zu­ge­stal­ten.

Die­se Form der Betei­li­gung kann neue Per­spek­ti­ven eröff­nen.

Men­schen ler­nen von­ein­an­der.

Ideen ent­wi­ckeln sich wei­ter.

Gemeinsame Lösungen entstehen.

Die Stär­ke einer Gemein­schaft wächst dabei nicht allein durch ihre Grö­ße, son­dern durch die Bereit­schaft ihrer Mit­glie­der, sich ein­zu­brin­gen und Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men.

In der nächs­ten Lek­ti­on beschäf­ti­gen wir uns mit der Rol­le künst­li­cher Intel­li­genz im All­tag und mit der Fra­ge, wel­che Ver­än­de­run­gen in den kom­men­den Jah­ren wahr­schein­lich wer­den.